Meteorologie ist mein Hobby und so präsentiere ich bereits seit 2014 in der Facebook Gruppe ´Lust auf Wiesbaden´ immer wieder Sonntags meine wöchentlichen Vorhersage "WIeder mal Wetter" für den Raum Wiesbaden. Diese möchte ich hier auch meinen Kunden nicht vorenthalten:

 

Vorhersage vom 11. November 2018:

WIeder mal Wetter: Entscheidende Tage für den kommenden Winter?

Die Weichen für den Winter werden in der 2. Novemberhälfte gestellt. So lautet eine meteorologische Weisheit, die sicher eine gewisse empirische Berechtigung hat.

Ich habe ja schon länger im Gefühl, dass auf so einen aussergewöhnlichen Sommer und Herbst ein außergewöhnlicher Winter folgt. Was passiert jetzt also in den kommenden 2 Wochen? Bis Dienstag haben wir es noch mit Wolken, Wind und etwas Regen zu tun.

Dann schiebt sich, immer noch begünstigt durch das Russlandhoch, ein neues kräftiges Hochdruckgebiet aus Süden heran, dass seinen Kern genau über Mitteleuropa legen wird. Das heisst erneut lange Trockenheit, Sonne oder Nebel. Kein Wind.

Das Hoch verstärkt sich weiter, rutscht aber im Verlauf weiter nach Norden, was uns mittelfristig an der Südflanke in eine Ostströmung geraten lässt. Heisst, es wird immer kälter mit einsetzenden Nachtfrösten und auch tagsüber nur noch wenig einstellig.

Für die Grosswetterlage bedeutet das, dass östlich von uns sehr grosse Mengen polarer Kaltluft an der Nordflanke des Hochs heranziehen, die Osteuropa und Russland einen kräftigen Frühhwinter bescheren werden, der seine Fühler bis zu uns ausstrecken könnte.

Die Grundlage für einen grossen europäischen Winter wäre damit dann erst mal gelegt. Nicht mehr, nicht weniger.

 

Vorhersage vom 4. November 2018:

WIeder mal Wetter:

Teflon-Deutschland!! Russlandhoch legt Deutschland trocken.

Mittels eines gewaltigen und unverrückbaren Hochdruckgebiets über Westrussland wird Deutschland von herannahenden Tiefdruckgebieten vom Atlantik hermetisch abgeschirmt. Andere West- und Südeuropäische Länder sind hiervon nicht betroffen.

Betrachtet man die Wetterlage mal politisch, so scheint Herr Putin irgendwann mal was im Rhein verloren zu haben, was er hofft bei Niedrigwasser wieder zu finden. Jedenfalls ist es außergewöhnlich wie Deutschland als einziges westeuropäisches Land noch unter der Trockenheit leidet und das auf absehbare Zeit auch weiterhin tut. Verantwortlich dafür ist nach wie vor ein Betonhoch über Russland, dass spätestens an der deutschen Grenze alles was nass ist nach Norden oder Süden abdrängt.

Wir bleiben also am Hochrand in einer Südströmung mit zwar allerlei Wolken, aber milden bis sehr milden Temperaturen und kein oder kaum Regen bis Mittwoch. Die zweite Wochenhälfte wird etwas kühler mit Schauerrisiko. Am Wochenende dann kräftigerer Wind mit herbstlicherem Einschlag.

 

Vorhersage vom 28. Oktober 2018:

WIeder mal Wetter: Extremes Wetter erwarte ich in dieser Woche. Fast überall in Süd- und Westeuropa, nur Deutschland bleibt wieder weitgehend trocken.

Zwischen einem Azorenhoch und einem Hoch über Russland schiesst ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen mit sehr kalter Luft in der Höhe Richtung Mittelmeer und wird sich dort mit sehr warmem Mittelmeerwasser vollsaugen. Folge sind verheerende Regen- und Schneefälle, maßgeblich entlang der Südalpen wo örtlich bis zu 600mm/m² Niederschlag gerechnet werden. Aber auch Spanien, Italien und Frankreich kriegen sehr große Regenmengen.

Und bei uns so? Vergleichsweise nix, gar nix. Im äussersten Westen ein bisschen Regen und Wind am Montag und Dienstag aus einer Warmfront, aber der Hauptniederschlag bleibt an den Alpen und über Frankreich hängen. Auch in Wiesbaden wird es morgen und übermorgen etwas regnen. Der Rheinpegel sollte den Tiefpunkt hinter sich gelassen haben dank der Niederschläge im Süden.

Danach beruhigt sich das Wetter rasch und in einer feuchtmilden Südwestströmung wird es wolkig mild und überwiegend trocken. Temperaturen klettern wieder über 15°C. Frühwinterliche Eskapaden sind mittelfristig hier nicht in Sicht.

 

Vorhersage vom 21. Oktober 2018:

WIeder mal Wetter: WIr bleiben auf der Hochseite vorerst.

Während es in der Osthälfte diese Woche nasskalt wird, bleibt unsere Region unter dem Einfluss eines Hochs auf dem Atlantik. Kälte und Nässe rauschen (zunächst) östlich an uns vorbei.

Es bleibt also bis zum Wochenende weitgehend trocken, am Mittwoch vielleicht mal kurz nass. Anfang der Woche noch recht kalte Nächte. Dann wieder milder, der Wind nimmt zu. Die Temperaturen klettern je nach Sonnenschein wieder Richtung 20 Grad.

Am Wochenende könnte ein Tief mit Höhenkaltluft polaren Ursprungs aus Nordosten auch den Mittelgebirgen im Westen einen ersten ernsthaften Wintergruss schicken. Dabei sollte es auch vermehrt Niederschlag geben.

Die warme und trockene Phase verabschiedet sich also weiterhin nur sehr zögerlich und eine nachhaltige Umstellung auf eine vollherbstliche Wetterlage bleibt ungewiss.

Zumindest sollte es in den Alpen über 800m einiges an erstem Schnee geben, der wieder tauend den Rheinpegel etwas anheben sollte.

 

Vorhersage vom 14. Oktober 2018:

WIeder mal Wetter: Nach dem Hoch ist vor dem Hoch.

Das Hoch über Osteuropa schwächelt und die Südstromung, die uns diese aussergewöhnlichen Temperaturen bereitet, endet im Wochenverlauf. Wir geraten von Mittwoch bis Freitag zwischen das abwandernde Hoch im Osten und einem Azorenhoch über dem Atlantik, dessen Ausläufer uns nächstes Wochenende wieder Goldwetter bis 20°C bescheren wird.

Ab Mitte der Woche wird es also wolkiger und auch ein Regenfällchen ist theoretisch mal drin. Bis Mittwoch aber noch über 20°C am Tag. Je kürzer die Tage werden, desto höher wird das Nebelrisiko insbesondere in Rheinnähe, Sonnenschein ist also nicht immer garantiert. Auch die Nächte werden wieder kälter, die Luftströmung dreht am Ostrand des Hochs ab Freitag auf Nord bis Ost.

 

Vorhersage vom 7. Oktober 2018:

WIeder mal Wetter: Die Witterung bleibt aussergewöhnlich. Im Wochenverlauf etabliert sich über Osteuropa ein kräftiges Hochdruckgebiet an dessen Westflanke wir zum Liegen kommen.

Da um ein Hochdruckgebiet die Luft im Uhrzeigersinn zirkuliert, geraten wir in eine Südströmung, die uns weiterhin warmes und trockenes Herbstwetter beschert. Der siebte viel zu trockene und viel zu warme Monat in Folge kündigt sich damit an.

Die kommende Woche bleibt also warm und überwiegend sonnig. Nur am Donnerstag könnten ein paar Wolken das Bild trüben. Zum Wochenende können auch die 25 Grad nicht ausgeschlossen werden. Die Nächte sind auch sehr mild.

Auch über die Monatsmitte hinaus sind keine grundlegenden Veränderungen zu erwarten, vor allem kein Regen.

Ich habe übrigens was Tolles entdeckt. Das Umweltamt Wiesbaden bietet Monatsrückblicke auf unser Wetter an. Hier sieht man sehr anschaulich und ausführlich, dass wir schon den neunten viel zu trockenen Monat dieses Jahr bekommen werden. Nur Januar war noch viel zu nass.

https://www.wiesbaden.de/…/…/luft-klima/wetterrueckblick.php

 

Vorhersage vom 30. September 2018:

WIeder mal Wetter: Das Azorenhoch, das uns dieses wundervolle Herbstwetter beschert, zieht sich vorübergehend auf den Atlantik zurück und macht bis Mittwoch Platz für Luftmassen tieferen Drucks aus Norden.

Die Tagestemperaturen sinken also merklich und ohne die wärmende Sonne mit strammen Nordwestwind kommt uns das noch kälter vor.

Erst ab Mittwoch kann sich wieder zögerlich die Sonne durchsetzen. Auch das ein oder andere Regenfitzelchen ist bis dahin wahrscheinlich. Ab Donnerstag wieder viel Sonne und Temperaturanstieg.

Die weiteren Aussichten sind überwiegend trocken und mild. Herbstwetter mit Regen und Sturm ist nicht in Sicht.

Vorhersage vom 23. September 2018:

WIeder mal Wetter: Keine halben Sachen beim Wetter... Heute gibt es noch Vollwetter!

Entlang einer Luftmassengrenze bilden sich heute Nachmittag über der Mitte starke und mancherorts extreme Regenfälle begleitet vom stürmischem, teils orkanartigem Wind. Der Hauptzeitraum liegt zwischen 15 und 21 Uhr. Entsprechende Schäden durch Überschwemmungen und Sturm sind möglich. Unwetterwarnungen sind aktiv. Insbesondere die Höhenlagen sind betroffen.

Morgen früh erwachen wir dann bei strahlendem Sonnenschein und sehr frischen Temperaturen. Sehr hoher Luftdruck bis 1040 hPa. Die ganze Woche bietet goldenes Herbstwetter. Erst noch sehr frisch, ab Mittwoch langsam wärmer. Für ein akzeptables Wochenende sollte es auch noch reichen.

 

Vorhersage vom 16. September 2018:

WIeder mal Wetter:

Komm her, Endlossommer! Einer geht noch...

Das Wetter bleibt spendabel. Kommende Woche bleiben wir an der Südostflanke dreier Sturmtiefs, die nacheinander vom Atlantik über Irland und Schottland hinwegziehen.

Folglich bleiben wir in einer warmen Südwestströmung. Der Wind kann bisweilen lebhaft sein. Die Temperaturen steigen bis 30 Grad und die Sonne scheint meist. Erst am Donnerstag/ Freitag kommen uns am späteren Tag die Ausläufer des dritten Sturrmtiefs näher. Hier kann es dann wieder zu Schauer oder Gewittern kommen.

Am Wochenende dreht der kräftige Wind auf Nord und die Temperaturen sinken sehr merklich. Schauerrisiko bleibt bestehen.

In der darauffolgenden Woche müssen wir uns dann auf ein anderes Temperaturniveau einstellen und mit 20 Grad zufrieden sein. Es wird aber wieder schön.

 

Vorhersage vom 9. September 2018

WIeder mal Wetter: Also so langsam könnte ich auch mal n bisschen Abwechslung vertragen. Habe das Gefühl ich schreibe hier jede Woche das Selbe.

Auch diese Woche wieder zunehmend schön und warm. Vor allem der Mittwoch sollte ein glänzender Tag werden. Am Donnerstag Abend streift uns dann wieder ein Tiefdruckgebiet über dem Atlantik. Für nennenswerten Regen wird das wieder nicht reichen. Freitag und Samstag wieder kühler. Sonntag wieder Temperatur- und Druckanstieg.

Der nächste Tiefknick könnte dann allerdings schon gleich Anfang nächster Woche kommen mit der Chance auf etwas mehr Regen.

 

Vorhersage vom 2. September 2018:

WIeder mal Wetter: Das Tief über den Alpen hat uns den Sonntag doch etwas vertrübt. Auch morgen werden wir noch einiges an Wolken sehen und auch ein Schauer ist mal drin. Dienstag und Mittwoch sollten ganz schöne Tage werden. Die Temperaturen steigen wieder gen 30° und die Luft ist eher schwül. 
Am frühen Donnerstag nähert sich ein Tief von den Britischen Inseln und führt zu einer Luftmassenveränderung. Schauer und Gewitter am Donnerstag möglich inklusive Temperaturrückgang. Freitag kühler, aber schon trocken. 
Das Wochenende verspricht wieder schön zu werden bei steigenden Temperaturen und höherem Luftdruck aus Süden. Die weiteren Aussichten sind spätsommerlich warm und trocken.